"Stähle dich! Unvorstellbare Qualen stehen dir bevor, doch werden meine heilenden Flammen die Dunkelheit in dir verbrennen und deiner teuren Seele Kraft verleihen."
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Säuberer

Die Tradition der Läuterer hat ihren Anfang in der Feuertaufe, einer Glaubensprüfung, die nur die stärksten Seelen bestehen. Wer die Prüfung besteht, wird als Meister der geheimen Heilkräfte des Feuers wiedergeboren und heilt auch die schmerzvollsten Wunden allein durch eine sengende Berührung.

Diese Kleriker profitieren außerdem von einem Pakt mit ihren lange verstorbenen Vorfahren, einem Pakt, der ihnen große Angriffskräfte verleiht. Während der Läuterer seine Verbündeten in Flammen einhüllt, entsendet er eine Vorhut aus Geistern, welche den Feind seinen Zorn spüren lassen.

Stärken

Die Läuterer haben sich der Aufgabe verschrieben, die heilenden Kräfte des Feuers zu beherrschen. Als mächtige, heilende Kleriker brennen sie Krankheiten hinfort und heilen auch die schlimmsten Wunden.

Schwächen

Läuterer sind nicht sonderlich für ihre Angriffsfähigkeiten bekannt. Zwar können sie den Zorn ihrer Vorfahren auf ihre Feinde lenken, gegen konzentrierte Angriffe entschlossener Nahkämpfer haben sie jedoch kaum eine Chance.

Geschichte

Zu Zeiten des Blutsturms sah sich der Hexerheiler Talos Roda gezwungen, in die vulkanischen Dschungel von Aegea zu fliehen, nachdem sein Dorf von den dragonischen Dienern Flammenmauls heimgesucht worden war. Tagelang lag er mit eiternden Wunden in einem fiebrigen Delirium und hauchte nach und nach seine Lebensenergie aus. Nach der vierten Nacht jedoch fand er sich inmitten eines tanzenden Flammenkreises wieder und konnte hören, wie ihm die Geister seiner Ahnen zuflüsterten. Die Geister versprachen ihm Vergeltung, sofern er sich bereit erklärte, mit ihnen einen Pakt einzugehen, bei dem er ihnen als Pforte zur physischen Welt dienen würde.

Talos erklärte sich einverstanden, woraufhin eine der Flammen auf seiner Hand zu tanzen begann. Als er sie an sein Bein führte, verschloss sie die Wunde und brannte die Infektion aus. Talos litt Höllenqualen, doch als die Flammen schließlich erloschen, war sein Bein vollständig verheilt.

Die Urkraft des Feuers verlieh Talos neue spirituelle Kräfte, und so kehrte er in sein Dorf zurück, um sich den Unterdrückern zu stellen. Und bevor auch nur ein einzelnes Schwert gegen ihn erhoben werden konnte, entfesselte er einen Feuersturm, der im gesamten Dorf wütete. Die Flammen verschlangen beide Seiten, doch während die Dragonier zu Asche verbrannten, heilten die Wunden der Elfen auf wundersame Weise und ihre Seelen erfuhren Stärkung durch die Geister der Ahnen. Von diesem Tag an nahmen Talos und seine Mitbürger ihr Schicksal in die Hand und schickten sich an, Flammenmaul ein für allemal die Kontrolle über ihr Land zu entreißen.

Auch wenn die Macht der Geister in derart gewaltiger Form nie wieder gesehen ward, sollten viele Kleriker Rodas Beispiel folgen und mit Flammengeistern Pakte schließen. Auch heute noch greifen diese als Läuterer bekannten Heiligen auf die reinigende Kraft des Feuers zurück, um ihre Verbündeten zu heilen, und setzen sich mit dem Zorn ihrer Vorfahren gegen all jene zur Wehr, die ihre Lebensweise bedrohen.