„Es ist leicht, an einen Gott zu glauben. Ich habe die Wahrheit des Universums gesehen und mich der Vigilie in ihrer Gesamtheit verschrieben. Ich komme sowohl dem Einzelnen als auch dem Ganzen zu Hilfe.”
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Schildwache

Die Schildwache bringt den Segen des Lichts all jenen, die sich dem Willen der Götter verschrieben haben. Mit ihrer Fähigkeit, viele Verletzte gleichzeitig zu heilen, stärken sie ihren Verbündeten den Rücken während sie sich selbst mit dem Zorn der Götter schützen.

Stärken

Schildwachen sind auf Abwehr spezialisierte Kleriker, die einer Gruppe exzellente Unterstützung bieten. Ihre göttlichen Kräfte setzen sie zum Schutz der Schwachen oder Geschwächten ein und sorgen dafür, dass jedes Mitglied ihrer Gruppe die Schlacht überlebt.

Schwächen

Da sich die Schildwachen voll und ganz auf die Verteidigung konzentrieren, fällt es ihnen schwer, ihren Gegnern schweren Schaden zuzufügen. 

Geschichte 

Da die Uneinigkeiten zwischen den Göttern nicht beseitigt werden konnten, begab sich Niyol Klippenwind, ein Geweihter der Elfen, auf eine Pilgerfahrt nach Hammerhall. In der Hauptstadt der Zwerge, den uralten Feinden der Elfen, versuchte Niyol herauszufinden, wie die geschäftigen Städte Bahralts friedlich neben der unberührten Wildnis von Travil bestehen konnten.

Die Tage, die er dort verbrachte, waren fürchterlich für ihn. Er wurde ständig angerempelt und beschimpft, und es gelang ihm nicht, eine Audienz bei einem Priester von Bahralt zu erlangen. Eines Nachts wurde Niyol von einer rachelüsternen Meute aus dem Bett gezogen. „Du dreckiger Spion!“, riefen sie, denn Elfen hatten ihre Stadtmauern in einem Überraschungsangriff durchbrochen. Sie schleppten ihn zum Galgen, und Niyol hörte das Geschrei, das die Kämpfe in Hammerhall begleitete.

Die elfische Vorhut platzte genau in dem Moment in die große Halle, als der Henker Niyol die Schlinge um den Hals legte. Eine Sekunde später fiel der Zwerg von einem Pfeil im Hals getroffen zu Boden und riss Niyol dabei von der Bank. Das Seil zog sich fest.

Das Gefecht tobte weiter, aber niemand, der in der Nähe Niyols kämpfte, erlag seinen Verletzungen. Noch als er in der Schlinge hing, murmelte der Geweihte Heilgebete und gab seine letzten Atemzüge, um Landsmänner und Verfolger gleichermaßen zu retten.

Weißes Licht strömte aus den Augen aller Götterstatuen in Hammerhall, und ihre steinernen Lippen wiederholten die Worte der Gebete des Elfen. Jeder Kämpfer, der das Licht sah, wurde geheilt, und jeder, der die Worte vernahm, wurde von einer inneren Gelassenheit erfüllt.

Als die Elfen ihre Waffen niederlegten, schnitten die Zwerge Niyol vom Galgen und erklärten ihn zum Heiligen. Beide Seite gelobten einander ewige Verbundenheit, und der Pilger zog von dannen.

Der Befehlshaber der Elfen hatte von Niyols Pilgerfahrt gehört und fragte ihn, ob er in Erfahrung gebracht habe, wie die Götter ihren Streit begraben könnten.

„Jeder Gott misst dem Leben eines jeden Sterblichen einen hohen Wert bei. In diesem Punkt herrscht Einigkeit", erklärte Niyol mit der sicheren, klaren Stimme der Erleuchtung.

Niyol verbrachte viele Jahre damit, seine Offenbarung zu verkünden, Wunder zu vollbringen und fand in jede Kultur eine Verbindung zum Göttlichen. Als die Götter die Vigilie ins Leben riefen, brachte die Schildwache Niyols durch ihre Einigkeit allen Völkern Telaras Hoffnung.