„Mit mir an Eurer Seite kann keine Macht Telaras uns aufhalten.“
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Archont

Archonten sind Unterstützungsexperten, welche die Kunst gemeistert haben, die Kraft eines Gegners zu stehlen und diese ungezähmte Energie in hilfreiche Magie umzuwandeln. Diese Magier stärken ihren Verbündeten den Rücken und entfachen mächtige kinetische Explosionen, durch die sich das Kriegsglück schnell wenden kann.

Stärken

Archonten entziehen ihren Gegnern Kraft, um ihre Verbündeten zu stärken und entfesseln mächtige Zauber, die ihren Kampfgefährten helfen, scheinbar unüberwindliche Hindernisse zu bewältigen.

Schwächen

Ein Archont ist am verwundbarsten, wenn er bei der Kraftübertragung erwischt wird. Wenn er seine eigene Lebenskraft benutzt, um Zugang zur Kraft seines Feindes zu erhalten, muss er sich erst von den Energien anderer zehren, um wieder zu Kräften zu kommen. In diesem Moment kann ein strategischer Angriff die dürftige Verteidigung eines Archonten schnell durchbrechen.

Geschichte

Der Bahmi-Diener der Archontin musterte Amardis von oben bis unten. Amardis fühlte sich in der ungewohnten Wüstenhitze ziemlich unbehaglich.

„Viele Kriegsherren ersuchen die Hilfe der Archontin Tahkaat. Ihre Macht bringt jeder Armee den Sieg. Welch unbezahlbaren Schatz bietet Ihr für ihre Unterstützung?“

„Keinen“, erwiderte Amardis. „Meine Streitkräfte und ich haben einen heiligen Eid geleistet. Wir nehmen keine Bezahlung, keine Kriegsbeute an. Wir marschieren gegen Laethys, Königin von Avarice, und bieten ihrer Gier kein Ziel.“

Die Archontin, in Gewänder gehüllt und vor direkten Blicken von außen verborgen in ihrem verschleierten Zelt, schien in einem Kreis aus Räucherwerk und Gewürzen zu meditieren. Die Gestalt nickte fast unmerklich und ihr Diener sah Amardis lächelnd an.

„Die Archontin Tahkaat hält Euch für weiser als Ihr erscheint. Sie wird mit Eurer Armee kämpfen, und durch ihre Stärke wird der Drache fallen.“

Nach der dritten Woche im Feld wurde die Armee angegriffen. Steinkonstrukte erhoben sich aus dem Wüstensand und zogen gegen sie. Amardis stürzte zur Front und sah die Sänfte der Archontin explodieren. Die Mathosianerin rannte zu der Stelle und fand dort zunächst nur Feuer und Bruchteile vor.

Tahkaats Diener saß bei seiner Herrin und pflegte sie, als Amardis ihre Seite erreichte. Die Schleier der Archontin waren verrutscht, und so erblickte Amardis Tahkaat zum ersten Mal: eine ausgemergelte, gebrechliche Ethianerin, blutend im Sand.

„Sieht so ihre große Macht aus?“, schrie Amardis den Bahmi-Diener an.

Der Bahmi sah Amardis, die Anführerin des edlen Kreuzzugs, an, als wäre sie nichts weiter als ein undankbares Kind. „Werft einen Blick auf Eure Armee, Nordling.“

Amardis war sprachlos - jeder einzelne ihrer Soldaten, von kampfgestählten Stammesangehörigen bis hin zu den Jungen, die im letzten Jahr noch Schafe gehütet hatten, war in Stein und Feuer gekleidet und stand der furchtbaren Stärke der Golems in nichts nach. Die Lehrlinge schleuderte Banne wie die Magier, die Infantristen kämpften wie Helden. Sie zerbrachen Laethys' Golems wie ein Kind seine Spielsachen.

„Sie benötigt Heilung“, sagte Amardis, beschämt ob ihres Mangel an Vertrauen.

„Nein!“ Der Bahmi hob Tahkaat sanft auf. „Etwas ist im Anmarsch.“

Plötzlich erschütterten eine Reihe donnernder Schläge das Schlachtfeld. „Titan!“, schrien die Soldaten. Eine gigantische Gestalt erhob sich über ihnen. Sogar in ihrem gestärkten Zustand war die Armee kein Gegner für diese Naturgewalt.

Bevor Amardis zum Rückzug blasen konnte, ergoss sich Magma aus einem Spalt, der sich plötzlich in einem Hügel aufgetan hatte, über den Titanen. Amardis spürte, wie die Macht des Titanen durch ihre eigenen Hände brandete. Sie sah die Archontin an, deren Augen nun wie das geschmolzene Blut der Erde brannten. Die Archontin war nicht länger runzelig und gebrechlich. Tahkaat war majestätisch und wunderschön, ein Ehrfurcht gebietender Anblick.

„Angriff!“, brüllte Amardis. „Vertraut auf die Götter und die Archontin Tahkaat!“ Ihre Armee sammelte sich, eneut gestärkt. Amardis hatte sich in ihrem ganzen Leben noch nie so stark und unaufhaltsam gefühlt.

Als Amardis ihre Klinge aus dem verdörrten Herzen des Titanen zog, fühlte sie die Hand der Archontin Tahkaat auf ihrer Schulter. Amardis hatte die Götter immer geliebt, aber noch nie hatte sie sich einem göttlichen Wesen näher gefühlt.