
Nachtklingen sind Meister der Schwertkunst und bewegen sich mit gefährlicher Gewandtheit. Die Nachtklinge kann ihre Waffen auch gegen Ebenen-Zauber des Feuers und des Todes ziehen, wobei sie dem Gegner auf viele Arten Schaden zufügen kann. Da sie leichte Rüstungen bevorzugt, kann sie sich an ihre Feinde unbemerkt heranschleichen und sie kurzerhand eliminieren. Die so Überwältigten haben also kaum eine Chance, sich zu verteidigen, geschweige denn zurückzuschlagen.
Dank ihrer guten Tarnung und hohen Waffenkunst sind Nachtklingen in der Lage, Gegner schnell und geräuschlos zu erledigen. Ihre Fähigkeiten auf dem Gebiet der arkanen Magie verleihen ihnen darüber hinaus eine gewisse Vielseitigkeit bei der Verursachung von Schaden.
Da die Nachtklinge vom Überraschungsmoment lebt und präzise, tödliche Treffer austeilt, fällt es ihr schwer, lange Kämpfe zu überstehen. Mit ihrer leichten Rüstung ist die Nachtklinge für Überraschungsangriffe aus dem Hinterhalt und Kombinationstaktiken aus Überfall und Rückzug prädestiniert.
Nur die, die im Schatten leben, wissen um den Klan Zardonis. Jahrelang sorgte er mit seinem strengen Regime zur Ausbildung physischer Stärke für stetigen Nachschub an üblen Mördern und Halsabschneidern. Seine Lehren bezichtigten die arkanen Künste der Schwächlichkeit und Unzuverlässigkeit. Es war jedoch eine unter ihnen, die beweisen sollte, dass sie unrecht hatten.
Acacia zählte zu den besten Schülern ihrer Generation. Schon im Kindesalter beherrschte sie die Kunst der verschleierten Klinge. Da sie sich aber nach immer mehr Macht sehnte, studierte sie heimlich die okkulte Kunst. Acacia experimentierte im Verborgenen und wurde mit jedem Jahr, das vorüberging, stärker und tödlicher. Nahezu zehn Jahre lang vollstreckte die junge Frau des Nachts den Willen ihres Stammes und wälzte im trüben Licht der Morgendämmerung gespenstische Zauberbücher.
In ihrem zweiundzwanzigsten Winter schloss der Zardonisklan den Pakt, eine wohlhabende Familie mathosianischer Händler zu ruinieren. Für dieses große Vorhaben vesammelte der Klan seine besten Schlächter, unter ihnen auch Acacia, und schickte sie auf einen mitternächtlichen Raubzug in das Gebiet der Händler. Erst als der Überfall schon in vollem Gange war, erkannten die Angreifer ihre Dummheit: Anstelle fetter, träger Händler trafen sie auf Magier des Abgründigen Kultes. In kürzester Zeit lagen sie gefangen in Ketten von Ebenen-Energie.
Natürlich ahnten die Abgründigen nicht, dass der Feind über ähnliche Zauber verfügte, und waren daher völlig unvorbereitet, als Acacia aus dem Schatten hervortrat und auf ihren Dolchen eiskalte Flammen tanzten. Gleich einem Wirbel aus Feuer und Stahl stürmte sie durch die Anhänger des Kultes, ihre Klingen durchdrangen magische Schutzschilde und durchbohrten das Fleisch ihrer Opfer. Kaum, dass sie dem Bann der Fesseln entkommen waren, übten die Attentäter des Zardonisklans blutige Rache. Als der Morgen dämmerte, war keiner der Abgründigen mehr am Leben.
Die Zardonier, Ihrer Vernichtung so knapp entronnen, priesen die Kräfte Acacias und machten sich ihre Zauber zu eigen. In den darauffolgenden Jahrzehnten erstarkte der Klan zusehends. Die nächste Generation von Schurken beherrschte die neuen Lehren, und sie errangen Ruhm als Meister von Schatten und Feuer.